Geschichte des Oktoberfests

Die Geschichte der Wiesn, kurz & knapp

Nach den üppigen höfischen Feierlichkeiten anlässlich der Vermählung der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen mit dem Kronprinzen Ludwig von Bayern am 12. Oktober 1810, folgte am 17. Oktober zur Belustigung des Volkes ein Pferderennen auf der "Wiese, westlich der Straße, die nach Italien führt". Dieses Fest wurde noch vom ersten bayerischen König von Napoleons Gnaden, Max I. Joseph, unterstützt. Die Bevölkerung liebte die Kronprinzessin zunehmend, der spätere König Ludwig immer weniger... Zu Thereses Ehren wurde die "Wiesn" unterhalb des Isar-Hochufers Theresienwiese genannt, und der "Landwirtschaftliche Verein in Bayern" veranstaltete 1811 eine Wiederholung des Pferderennens und ein erweitertes Fest. Damit war das Oktoberfest endgültig begründet. Bei der privaten Organisation blieb es, bis 1819 die Stadt München die Veranstaltung übernahm. Das "Bayerische Landwirtschaftfest" gibt es alle vier Jahre immer noch, das Pferderennen längst nicht mehr.

Dann kamen neue Attraktionen dazu. 1835, zur Silberhochzeit von Ludwig, dem schwierigen Ehemann, und der liebevoll treuen Therese, wurde erstmals der Trachten- und Schützenzug veranstaltet. Seit 1950 ist dieser ebenso fester Bestandteil des Oktoberfestes wie der offizielle Bieranstich durch den Oberbürgermeister am ersten Samstag der Wiesn, um Punkt 12 Uhr. Seit 1897 ziehen vor dem "O'zapfn" die Festwirte und die Brauereien, die ausschließlich aus München sind, zum Festplatz. 1880 wurde der Bierausschank organisiert und das elektrische Licht kam, 1881 entstand die erste Hendlbraterei. Davor gab es schon Schausteller, z.B. Karusselle, Kuriositätenbuden (Der "Schichtl" seit 1869) und Fahrgeschäfte (Toboggan seit 1906). Für alles ist gesorgt, ob für's leibliche Wohl oder für den Nervenkitzel. A Gaudi is‘ alleweil auf da Wies'n.

Mehr Infos zum Oktoberfest gibt es auf Oktoberfest.de.